Hymenopus coronatus

Klasse Insekten
Ordnung Fangschrecken (Mantodea)
Familie Hymenopodidae
Unterfamilie Hymenopodinae
Gattung Hymenopus
Art Hymenopus coronatus

Vorkommen

Hymenopus coronatus, auch Kronen- oder Orchideenfangschrecke genannt, stammt aus Ostasien. Dort leben diese Gottesanbeterinnen in den Regenwäldern von Borneo, Brunai, Indien, Indonesien, Java, Malaysia und Thailand auf Büschen, Sträuchern oder Blüten von wo aus sie nektarsuchende Insekten erbeuten.

Beschreibung

Hymenopus-Weibchen erreichen eine Körperlänge von etwa 6 cm - 6,5 cm, die Männchen werden mit nur etwa 3,5 cm nur etwa halb so gross. Dies wird wissenschafltlich als Geschlechtsdimorphismus bezeichnet.

Hymenopus coronatus ist durch ihre weisse Grundfarbe hervorragend an ein Leben auf Blüten angepasst. Allerdings können diese Gottesanbeterinnen auch eine rosa bis violette Färbung annehmen, wenn sie sich überwiegend auf Violetten Blüten aufhalten. 

An den Beinen, ausser an den Fangarmen, Beinlappen, die sogenannten Loben.

Die Facettenaugen von Hymenopus coronatus sind konisch, also kegelförmig, geformt und ragen deutlich über den Kopf hinaus. Zwischen den beiden Augen bildet sich mit zunehmendem Alter ebenfals eine Lobe, welche Hymenopus coronatus den deutschen Namen Kronenfangschrecke verdankt.

Die zweite deutsche Bezeichnung Orchideenfangschrecke bezieht sich auf die Tatsache, dass diese Gottesanbeterin  auf Orchideen- und anderen bunten Blüten lebt.

Im adulten Stadium sind beide Geschlechter Flugfähig, wobei die Männchen die besseren und wendigeren Flieger sind.

Die Lebenserwartungen von Hymenopus coronatus sind leider nicht so hoch.

Männchen werden 3 - 4 Monate alt und häuten sich 5 mal, die Weibchen werden 9 - 12 Monate alt und häuten sich 7 mal.

 

 

Haltungsbedingungen

Hymenopus coronatus sind in der Pflege etwas schwierig und sollten von  Personen mit Erfahrung in Umgang und Haltung von Gottesanbeterinnen gehalten werden.

Als Gefäss eignet sich ein Behältnis mit den Massen (Länge x Breite x Höhe) von etwa 10 x 10 x 20 cm für Männchen und 20 x 20 x 30 cm für Weibchen. Für Gruppenhaltung ist ein dementsprechend grösserer Behälter nötig. Das Material (Glas oder Kunststoff) ist für das Wohl der Tiere egal.

Als Einrichtung sollten Zweige als Klettermöglichkeit sowie eine Blühpflanze erforderlich. Auch hier ist es egal, ob es sich um natürliches oder künstliches Material handelt. Ich pesönlich verwende künstliche Orchideen, da sie den Vorteil haben, dass sie immer blühen und ich in Sachen Orchideen kultivieren keinen "grünen Daumen" habe.

Als Bodengrund eignen sich Erde oder Kies.

Um die Gefässe abzudecken verwende ich Damen-Feinstrumpfhosen. Diese haben den Vorteil, dass sie sich leicht über das Glas spannen lassen, sie sind luftdurchlässig und bieten Hymenopus coronatus die Möglichkeit sich bei der Häutung daran festzuhalten.

Der einzige Nachteil ist der, dass es mir als "nicht-weibliches Wesen" etwas unangenehm ist solche Strumpfhosen im Laden zu kaufen, aber was tut man(n) nicht alles für die Lieblinge...

Die Klima sollte ganzjährig zwischen 30°C und 35°C und 50% bis 70% Luftfeuchtigkeit tagsüber und nachts 20°C - 25°C  um die 80% Luftfeuchtigkeit haben. Es ist aber Staunässe zu vermeiden!

 

Ernährung

Hymenopus coronatus ist auf das Fangen von Fluginsekten spezialisiert und sollte auch dementsprechend gefüttert werden. In der Natur zählen Fliegen (Stubenfliegen, Fruchtfliegen (Drosophila), etc.), Bienen, Wespen Schmetterlinge, ... aber auch Grillen und Heuschrecken.

Die beiden letzteren sollten jedoch nur die Ausnahme und nicht Hauptnahrungsmittel sein. Ich verfüttere etwa 2-3 Grillen im Monat, sonst hauptsächlich Drosophila (Fruchtfliegen) oder Stubenfliegen.

Wenn mehrere Männchen zusammen gehalten werden, ist unbedingt darauf zu achten, dass alle Tiere genügend Futter erhalten. Im schlimmsten Fall kommt es zum Kannibalismus untereinander.

Krankheiten

Pilzerkrankungen sind die häufigsten Krankheiten und Todesursache Nr. 1. Sie sind oft Folge von Staunässe oder von kranken Futtertieren. 

Zu geringe Luftfeuchtigkeit kann zu Problemen bei der Häutung führen und ebenfalls tödlich enden.

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